
Buchholz in der Nordheide. Das hat es in der 52-jährigen Geschichte des Gymnasiums Am Kattenberge noch nicht gegeben: Götz Anft, 19 Jahre alt und aus Jesteburg, ist am Wochenende Bundessieger im Wettbewerb Jugend forscht geworden. Mit seinem Projekt „Feuchtigkeitsfalle im 3D-Druck” setzte er sich im Fachgebiet Arbeitswelt gegen die Konkurrenz aus allen anderen Bundesländern durch.
Das von Anft entwickelte Trocknungsverfahren sorgt dafür, dass das Filament kurz vor und während des Druckprozesses getrocknet wird. Dadurch wird der Einfluss von Feuchtigkeit im 3D-Druckfilament reduziert. Die Druckqualität verbessert sich signifikant, während gleichzeitig der Zeitaufwand sinkt und die Filamenttrocknung insgesamt anwenderfreundlicher wird. Die Bundesjury war bei der 61. Auflage des Wettbewerbs restlos überzeugt. In der offiziellen Laudatio heißt es, die Jury sei von seinem besonderen Ideenreichtum, seinem konzeptionellen Vorgehen und den breiten Einsatzmöglichkeiten seiner Entwicklung absolut begeistert gewesen.
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Der Bundessieg brachte dem Jesteburger nicht nur 2.500 Euro Preisgeld und die begehrte Jugend forscht Anstecknadel, die ausschließlich an Bundessieger vergeben wird. Anft war auch in der Tagesschau zu sehen. Die Veranstaltung fand von Donnerstag bis Sonntag, 28. bis 31. Mai, in Herzogenaurach statt. Dort bereitete sich nebenan die deutsche Fußball-Nationalelf auf die WM vor.
Begeisterung für Forschung und Technik
Die vier Tage in Bayern haben den 19-Jährigen nachhaltig beeindruckt. „Ich hatte ehrlich gesagt nicht mit dem Sieg gerechnet, da es so viele andere Projekte auf höchstem Niveau gab”, sagt Anft. So viele andere junge Forscherinnen und Forscher kennenzulernen und sich auszutauschen, so viel Begeisterung für Forschung und Technik zu erleben, das werde er nie vergessen. „Vor allem, wie aufregend es ist, vor so einem großen Publikum mit mehr als 1.000 Zuschauern zu stehen”, sagt der Bundessieger.
Das Rahmenprogramm hatte es in sich. Neben diversen Gala-Abendessen stand ein Besuch bei adidas auf dem Programm. Persönliche Gratulationen gab es von Bundesbildungsministerin Karin Prien, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Vor Ort war auch André Gand, Lehrer am GAK, der Anft bei seinen Projekten schon lange betreut.
Wenn das Abitur Ende Juni endgültig erledigt ist und Anft vom GAK offiziell entlassen wird, ist der Nachwuchsforscher erst einmal mit der Zukunftswerkstatt Buchholz auf der Ideen-Expo. Die Zukunftswerkstatt unterstützt ihn ebenfalls schon lange. Im kommenden Jahr will er ein Maschinenbaustudium beginnen.
Im Herbst dieses Jahres hat er noch einen ganz besonderen Termin. Dann darf er nach Berlin reisen und sein innovatives 3D-Druck-Konzept Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich vorstellen. (dh)
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