Flugkünstler der Nacht: NABU zieht positive Batnight-Bilanz

Fledermaus. Foto: Symbolbild
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Buchholz in der Nordheide. Mit Bat-Detektoren bewaffnet zogen am vergangenen Wochenende zahlreiche Naturfreunde durch die Dämmerung. Rund um die Internationale Batnight am Samstag und Sonntag, 29. und 30. August, hatten die NABU-Gruppen in der Elbe-Weser-Region zu nächtlichen Exkursionen und Führungen eingeladen. Das Interesse der Öffentlichkeit war groß.

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Ob am Stadtsee in Buchholz, am Schloss Ritzebüttel in Cuxhaven, in Harsefeld oder bei der Fledermausnacht in Salzhausen: Überall ging es darum, die geheimnisvollen Flugkünstler einmal aus nächster Nähe zu erleben. Besonders beliebt waren die Einsätze von Bat-Detektoren, mit denen die für Menschen normalerweise unhörbaren Ultraschallrufe der Fledermäuse hörbar gemacht werden konnten. 

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„Die große Resonanz hat uns sehr gefreut”, sagt Jana Jensen von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser. Viele Menschen seien fasziniert von Fledermäusen, hätten aber nur selten die Gelegenheit, sie bewusst zu erleben. „Bei unseren Veranstaltungen konnten die Teilnehmenden nicht nur viel über die Tiere erfahren, sondern vor allem selbst erleben, wie lebendig die Nacht ist”, sagt Jensen.

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Von Familienführung bis Abendexkursion

Das Programm war so vielfältig wie die Besucherinnen und Besucher. Bei einer Veranstaltung in Buchholz gingen junge Fledermausfans gemeinsam auf Entdeckungstour. In Salzhausen verband sich ein Vortrag über heimische Arten mit einer anschließenden Exkursion zur Kirche. In Cuxhaven konnten Familien die Fledermauswelt rund um das Schloss Ritzebüttel erkunden. In Harsefeld führte eine fachkundige Tour in ein Jagdhabitat.

Auch über die Batnight hinaus zeigt sich: Das Interesse an Fledermäusen wächst, und mit ihm die Bereitschaft, sich für ihren Schutz einzusetzen. Die Veranstaltungen boten deshalb nicht nur spannende Naturerlebnisse, sondern auch Gelegenheit, über Quartierverluste, den Rückgang von Insekten und konkrete Möglichkeiten zum Fledermausschutz zu sprechen.

Plakette für fledermausfreundliche Häuser

Wer selbst etwas für Fledermäuse tun möchte, kann sich beim NABU für die Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus” bewerben. Mit der Plakette werden Gebäude ausgezeichnet, an denen Fledermäuse ein Quartier gefunden haben. Dies gilt auch dann, wenn die Tiere das Quartier nur zeitweise nutzen. Voraussetzung ist, dass die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer die Tiere tolerieren und ihr Quartier schützen.

Für dieses Engagement gibt es neben der Plakette auch eine Urkunde. Ausgezeichnet werden außerdem aktive Schutzmaßnahmen: Wer beispielsweise Fledermausflachkästen anbringt, spezielle Einflugmöglichkeiten in Hauswand, Verschalung oder Dachbereich schafft oder geeignete Fledermaus-Dachziegel einsetzt, kann ebenfalls eine Urkunde erhalten. Dies gilt auch dann, wenn bislang noch kein Fledermausquartier vorhanden ist. Auch ein fledermausfreundlicher Garten, der den Tieren ein ausreichendes Nahrungsangebot bietet, kann mit einer Urkunde gewürdigt werden.

„Fledermausschutz beginnt nicht erst im Naturschutzgebiet”, sagt Jensen. Viele Menschen könnten direkt an ihrem Haus oder im eigenen Garten etwas für die Tiere tun. „Wir freuen uns deshalb über alle, die Fledermäusen Raum geben und damit zeigen: Hier sind Fledermäuse willkommen”, sagt Jensen.

Die Bewerbungsunterlagen für die Plakette und Urkunde können bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser per E‑Mail angefordert werden unter info@nabu-elbe-weser.de. Die Internationale Batnight ist damit für dieses Jahr vorbei. Wer nach den nächtlichen Erlebnissen Lust auf mehr bekommen hat, kann sich auch außerhalb der Batnight beim NABU über Fledermäuse und Möglichkeiten zu ihrem Schutz informieren. (dh)

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