Feuerwehrtaucher im Einsatz: Stadtteich Buchholz drohte leerzulaufen

Übung und Einsatz zugleich: Der Tauchdienst der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz rettete den Stadtteich vor dem Austrocknen. Foto: JOTO
Übung und Einsatz zugleich: Der Tauchdienst der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz rettete den Stadtteich vor dem Austrocknen. Foto: JOTO

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Buchholz in der Nordheide. Der Buchholzer Stadtteich drohte langsam leer zu laufen. Seit etwa einer Woche schoss Wasser durch ein etwa fünf Zentimeter großes Loch in der Spundwand und floss in den Seppenser Bach ab. Der Fischbestand war in Gefahr. Am Mittwoch rückten Taucher der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz im Rahmen einer Übung an und retteten den Teich.

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Aufgefallen war der Schaden bereits am 17. Juni. Das Loch befand sich rund 90 Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche. Seitdem fand täglich eine Ortsbegehung statt. Eine geeignete Fachfirma zu finden, gestaltete sich laut Stadtsprecherin Anna Meuche „äußerst schwierig”. 

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Die anhaltende Sommertrockenheit verschärfte die Lage. Ohne Regen drohte der durchschnittlich einen Meter tiefe Teich weiter zu sinken. „Dieses hätte zu einer Gefährdung des vorhandenen Fischbestandes als auch der gesamten Wasserbiologie geführt”, sagt Meuche.

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Der Stadtteich ist kein natürliches Gewässer. Er dient als technisches Bauwerk im Verlauf des Steinbachs und staut das Wasser auf, damit das umliegende Gelände nicht überflutet wird. Die Natur hat sich das Becken trotzdem zu eigen gemacht. 

Kontinuierlich schoss das Wasser aus dem Teich. Foto: JOTO
Kontinuierlich schoss das Wasser aus dem Teich. Foto: JOTO

Angler nutzen den Teich, Fische schwimmen im Wasser. Am südlichen Ende gibt es eine Spundwand. Wenn das Wasser eine bestimmte Höhe erreicht, fließt es darüber hinweg und in den Seppenser Bach.

Kaum Sicht, aber ein Plan

Die vorläufige Rettung für den Teich kam schließlich über den Tauchdienst der Feuerwehr. Im Rahmen eines ohnehin geplanten Übungsdienstes zum Tauchen an Wehranlagen übernahmen die Einsatzkräfte die Abdichtung. 

„Wir verbinden hier eine Übung für unseren Nachwuchs und helfen gleichzeitig”, sagt Andreas Pohle, Leiter des Tauchdienstes der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz. Mehrere Personen waren dafür im Einsatz: Darunter ein Taucher der Stufe zwei, ein Sicherheitstaucher und eine Auszubildende, die die Leinenführung übernahm. Pohle beschreibt ihre Aufgabe: „Die Auszubildende stellte die Verbindung zwischen Taucher und Oberfläche her, kommunizierte über eine Sprechverbindung und leitete den Taucher durch das trübe Wasser.”

„Wir waren tatsächlich schnell erfolgreich”, freut sich Leiter der Feuerwehrtaucher Andreas Pohle. Foto: JOTO

Trüb ist dabei eine Untertreibung. Die Sichtweite unter Wasser betrug zehn bis fünfzehn Zentimeter, wenn überhaupt. Der Taucher war auf seine Hände angewiesen, tastete sich zum Leck vor. 

Auf der anderen Seite der Spundwand stieg ein Retter mit einer Leiter ins Wasser, dort lag das Leck frei. Zunächst reinigten die Einsatzkräfte die Schadstelle von Unrat. Dann schoben sie eine vorbereitete Metallplatte mit aufgeklebtem Gummi über die Öffnung, justierten sie und schlossen so die Leckstelle. „Wir waren tatsächlich schnell erfolgreich”, freut sich Pohle. Nicht ein Wasserstrahl drang nach dem Einsatz noch durch das Loch.

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Pohle betont, dass die Strömungsverhältnisse an undichten Stellen unsichtbare Gefahren bergen. „Wenn die Strömung deutlich größer geworden wäre, wäre das für uns viel zu gefährlich”, sagt er. 

Das vergleichsweise kleine Loch machte den Ort zum geeigneten Übungsplatz für den Nachwuchs. Die Tauchergruppe der Feuerwehr Buchholz ist im gesamten Landkreis tätig. Diesmal half sie in der eigenen Stadt.

Das Bauwerk aus 1975 muss repariert oder neu gebaut werden. Foto: JOTO
Das Bauwerk aus 1975 muss repariert oder neu gebaut werden. Foto: JOTO

Die Abdichtung ist provisorisch. Die Stadt lässt nun den Zustand des Auslaufbauwerkes fachkundig prüfen. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1975. Je nach Ergebnis der Prüfung stehen eine Reparatur oder ein Neubau zur Debatte, erklärt Stadtsprecherin Meuche. 

Konkrete Kosten nennt die Stadt noch nicht. Erst nach Abschluss der Begutachtung sollen Kostenschätzungen und gegebenenfalls Ausschreibungen folgen. (JOTO)

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