Buchholz in der Nordheide. Zu einem „GesundheitsGespräch” über Krampfadern und ihre Behandlung lädt das Krankenhaus Buchholz am Donnerstag, 5. Februar, ein. Dr. Holger Diener, Chefarzt der Abteilung für Gefäß- und Endovaskularchirurgie, informiert um 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses über Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten der weit verbreiteten Venenerkrankung.
Krampfadern zählen zu den häufigsten Erkrankungen der Blutgefäße in Deutschland. Sie sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können schmerzhafte Beinkrämpfe, Schwellungen und schwer heilende Wunden verursachen. In seltenen Fällen führen sie zu lebensgefährlichen Thrombosen und Lungenembolien. Die Gefäßambulanz des Krankenhauses bietet Diagnostik und kann andere Gefäßerkrankungen als Ursache ausschließen.
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Jährlich mehr als 100 Behandlungen
Jedes Jahr behandeln wir hier im Krankenhaus Buchholz 100 bis 200 Patientinnen und Patienten mit teils sehr schmerzhaften Folgen von Krampfadern, sagt Diener. Die meisten Behandlungen erfolgten dabei ambulant. Eine wesentliche Ursache für dieses Krankheitsbild sei die ererbte Bindegewebsschwäche mit Schwächung der Venenwand und der Venenklappen. Im Alter zwischen 25 und 74 Jahren weise etwa jeder zweite Europäer Krampfadern auf. Venöse Erkrankungen seien in 51 bis 80 Prozent der Fälle Ursache für chronische Wunden.
Zur Behandlung stehen zahlreiche Methoden zur Verfügung, von der Kompressionstherapie über das Veröden bis zur operativen Entfernung. Welche Therapieform angewendet wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab, erläutert der Mediziner. Wichtig sei die exakte Diagnostik.
Im Krankenhaus arbeiten Gefäßchirurgen, Angiologen, Kardiologen, Allgemeinchirurgen und Neurologen im Herz- und Gefäßzentrum zusammen. Die Veranstaltung steht allen Interessierten kostenfrei offen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Diener ist Mitautor der Deutschen Leitlinie zur Versorgung chronischer Wunden von 2024. (dh)











