
Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Ein Landwirt in Deutschland versorgt heute durchschnittlich 147 Menschen mit Lebensmitteln. Diese und weitere Leistungen der Landwirtschaft standen kürzich beim Erntegespräch des Landkreises Harburg im Mittelpunkt.
Martin Peters als Kreislandwirt und Wilhelm Neven als Landvolkvorsitzender übergaben einen Korb mit Erntegaben an Landrat Rainer Rempe und Josef Nießen (Erster Kreisrat). Die Übergabe bot Gelegenheit zum Austausch über Naturschutz, Windkraft und die geplante Bahntrasse durch die Heide.
„Die Landwirtschaft prägt den Landkreis Harburg in besonderem Maße”, sagt Rempe. Knapp die Hälfte des Kreisgebietes – etwa 55.000 Hektar – wird landwirtschaftlich genutzt. Zwei Drittel davon sind Acker, ein Drittel Grünland.
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Herausforderungen durch den Klimawandel
Die Landwirte müssen sich zunehmend auf extreme Wetterereignisse einstellen. Trotz Nachtfrösten und Trockenheit im Frühjahr konnte Peters eine „durchwachsene bis gute Erntebilanz” ziehen. Rechtzeitiger Regen in den Hauptvegetationsmonaten Mai und Juni rettete viele Bestände.
Höhere Erträge, niedrigere Preise
Die Getreideernte liegt etwa 15 Prozent über dem Durchschnitt. Allerdings verzeichnen die Landwirte gleichzeitig einen Preisrückgang von rund zehn Prozent. Auch bei Kartoffeln melden die Betriebe gute Erträge bei zu niedrigen Preisen. Während die Rindfleischpreise ein historisches Hoch erreichten, arbeiten Schweinemäster nicht kostendeckend. Die Milchpreise bewegen sich auf gutem Niveau, zeigen aber eine stark fallende Tendenz. (dh)











