
Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Die Goldene Glühbirne hat einen neuen Besitzer: Die Johann-Peter-Eckermann-Realschule Winsen hat sich den Wanderpokal im Energiespar- und Klimaschutzprojekt Dreh Ab des Landkreises Harburg gesichert. Erster Kreisrat Josef Nießen überreichte die begehrte Auszeichnung am Dienstag an Schulleiter Andreas Neises sowie Vertreterinnen und Vertreter der Energieteams. Die Gewinnerschulen lieferten sich ein enges Rennen und lagen hauchdünn beieinander. Den dritten Platz konnte sich nur knapp dahinter die IGS Buchholz sichern.
Die Eckermann-Realschule nahm die Trophäe der Oberschule Am Buchwedel Stelle ab. Diese hatte den Pokal bereits viermal geholt und wurde diesmal Zweiter, punktgleich mit dem Gymnasium Salzhausen. Die Leistungen aller Schulen können sich sehen lassen.
Unser Energiesparprojekt Dreh Ab ist und bleibt dank unserer Schulen ein großer Erfolg, stellte Nießen fest. Insgesamt beteiligten sich 19 Landkreis-Schulen mit rund 12.500 Schülerinnen und Schülern an dem Projekt, das der Landkreis bereits 2012 ins Leben gerufen hat. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele Schulen für den Klimaschutz engagieren, lobte der Erste Kreisrat. Macht weiter so.
Klimaschutz als verfassungsrechtliche Aufgabe
Klimaschutz beginnt vor Ort, betonte Nießen. In der globalen Diskussion werde Klimaschutz aktuell oft in Frage gestellt. Da müssen wir gegenhalten. Zum Klimaschutz gebe es keine Alternative, und in Deutschland sei es auch eine verfassungsrechtlich vorgeschriebene Aufgabe. Der Landkreis Harburg hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dabei nehme man besonders die Gebäude und Schulen in den Blick.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Schulen konnten im vergangenen Jahr witterungsbereinigt gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 allein bei der Heizenergie mehr als sechs Prozent einsparen. Das sind rund 500.000 Kilowattstunden weniger, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 25 Einfamilienhäusern entspricht. In vielen Klassen gibt es Energieverantwortliche, die mit Argusaugen darauf achten, dass Licht, Heizung oder die elektronischen Tafeln nur angeschaltet sind, wenn sie wirklich benötigt werden. Das digitale Energiemanagement der Kreisverwaltung ermöglicht den Schulen dabei, jederzeit die aktuellen Verbräuche abzufragen und zu sehen, wie sich Verhaltensänderungen auswirken.
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Dreh Ab ist mehr als der Griff ans Heizungsventil oder an den Lichtschalter. Es geht auch ganz entscheidend darum, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit ihren festen Platz im Schulleben haben. Dabei werden viele Schulen kreativ: Da werden Bäume gepflanzt, der Schulgarten gepflegt, Honig produziert, ein intelligentes Bewässerungssystem entwickelt oder Müll getrennt und vermieden. Die Jugendlichen sorgen dafür, dass Energiesparen und Klimaschutz zu einem Anliegen für die ganze Familie werden. An den teilnehmenden Schulen bildeten sich Energieteams mit mehr als 150 Schülern, die eigene Ideen zur Energieeinsparung etablierten. (tj)










