
Buchholz in der Nordheide. Das Gymnasium Am Kattenberge trauert um eine prägende Persönlichkeit seiner Schulgeschichte. Der ehemalige Schulleiter Armin May ist in den Sommerferien nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren verstorben.
Von 2005 bis 2022 leitete May das GAK und entwickelte die Schule entscheidend weiter. Das Gymnasium, wie es heute ist, wäre ohne seine Arbeit nicht vorstellbar. Er arbeitete unermüdlich an der Weiterentwicklung seiner Schule.
In seine Amtszeit fallen wichtige Meilensteine: die Einrichtung des Musik- und des Laborzweiges, die Aufnahme in das MINT-EC-Elitenetzwerk sowie zahlreiche Auszeichnungen wie „Sportfreundliche Schule” oder „Humanitäre Schule”. An der Gründung der Zukunftswerkstatt Buchholz im Jahr 2014 war May maßgeblich beteiligt.
Der Neubau als Lebenswerk
Besonders der Umzug in den Neubau des GAK im Jahr 2012 gilt als sein großes Vermächtnis. Ohne sein Werben für die Schule in der Politik und anderen gesellschaftlichen Bereichen wäre dieses Projekt nicht realisiert worden.
Bereits am Ende seiner Dienstzeit hatte May mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach seiner Pensionierung kehrte er in seine Heimatstadt Witten in Nordrhein-Westfalen zurück. Dort kümmerte er sich liebevoll um seine Eltern.
Erfüllter Traum mit Bulldogge Loki
In Witten erfüllte sich May noch einen lang gehegten Traum: Er legte sich die französische Bulldogge Loki zu. Der Hund brachte ihn viel nach draußen und führte zu einer besonderen Verbindung zwischen Mensch und Tier. Im Frühjahr 2026 kehrten dann die gravierenden gesundheitlichen Probleme zurück.
May war stolz auf seine Herkunft aus dem Ruhrgebiet und großer Fan des FC Schalke 04. Er verkörperte die Eigenschaften, die man Menschen aus dem Pott nachsagt: ehrlich, direkt und kommunikativ. Konflikten ging er nicht aus dem Weg.
Einfühlsamer Pädagoge mit großem Herzen
Hinter der manchmal rau wirkenden Schale verbarg sich ein äußerst einfühlsamer Mensch mit einem großen Herzen. May war nicht nur ein erfolgreicher Schulleiter, sondern auch ein außergewöhnlicher Pädagoge. Vor seiner Zeit am GAK hatte er als Reiseleiter in Paris, als Leiter eines Internats in Esens und als Koordinator am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium in Celle gearbeitet.
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„Vertrauen gegen Vertrauen” hatte May zur Maxime der Zusammenarbeit gemacht. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Schulgemeinschaft. Eine seiner Schwächen war vielleicht, dass er sich um sich selbst nicht ganz so gut kümmerte wie um seine Schule.
Enge Freundschaft bis zuletzt
Auch nach seiner Zeit am GAK pflegte May einen engen freundschaftlichen Kontakt zu seiner ehemaligen Sekretärin Anja Kunde. Sie kümmerte sich zusammen mit ihrer Familie von Buxtehude aus bis zu seinem Tod um ihn, seinen Vater und seinen Hund.
Das GAK wird diesem großen Schulleiter und besonderen Menschen für immer ein ehrendes Andenken bewahren. (tj)
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