Bunt, süß und gefährlich: Kampagne gegen das Vapen bei Kindern und Jugendlichen

Die Kreisjugendpflege Harburg sucht kreative Ideen gegen das Vapen bei Jugendlichen. Foto: Symbolbild
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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Sie sind bunt, schmecken nach Kirsche, Erdbeere oder Gummibärchen und liegen bei Kindern und Jugendlichen im Trend. Doch so harmlos das Vapen aussieht, so gesundheitsschädlich ist es. Die Kreisjugendpflege des Landkreises Harburg startet daher die Aktion #Unvaped.

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Jugendliche können sich beteiligen und mit eigenen kreativen Beiträgen für einen Alltag ohne Vapes werben. Die Beiträge können bis Freitag, 20. März, an die Kreisjugendpflege geschickt werden. Nach einer Vorauswahl gibt es eine öffentliche Abstimmung. Die Top 5 werden anschließend auf Plakaten dargestellt. 

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Unter dem Motto „Don’t vape your life” werden witzige oder motivierende Ideen gesucht. Das können starke Slogans, kurze Texte, Reime oder Mini-Plakate sein. „Ziel ist es, Jugendliche zu ermutigen, sich bewusst gegen das Vapen zu entscheiden und ein positives Zeichen für einen gesunden Lebensstil zu setzen”, sagt Jessica Werner von der Kreisjugendpflege. Die Plakate sollen an Schulen aufgehängt werden, beispielsweise an den Schultoiletten, einem beliebten Vape-Treffpunkt.

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Sensibilisieren statt abschrecken

Mit der Aktion will die Kreisjugendpflege zeigen, dass es stark ist, sich bewusst gegen das Vapen zu entscheiden. Anders als bei den Schockbildern auf Zigarettenschachteln setzt die Kampagne früher an, vor dem Kauf der E‑Zigarette. „Wir wollen sensibilisieren, dass die jungen Menschen nachdenken und gar nicht erst mit dem Vapen anfangen”, sagt Werner. Das Problem: Die Zahl der Nutzer der Aroma-E-Zigaretten nimmt zu und sie werden immer jünger. „Das geht in der 5. Klasse los”, schildert Werner. 

Die poppig-bunten Modelle mit ihren Aromen sind für ein paar Euro überall zu haben, obwohl sie eigentlich erst an 18-Jährige verkauft werden dürfen. Die Altersbeschränkung stellt für Kinder und Jugendliche kaum ein Hindernis dar. Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO zeigen, dass gut ein Drittel der 15-Jährigen E‑Zigaretten konsumiert hat. Dabei sind die Vape-Zigaretten mit ihrem süßlich riechenden Dampf keineswegs harmlos.

Beim Vapen werden chemische Lösungen auf hohe Temperatur erhitzt und der Dampf inhaliert. Die Mehrzahl der aromatisierten Inhaltsstoffe ist bislang nicht toxikologisch untersucht worden. Die Liquids enthalten oft süchtig machendes Nikotin, Schadstoffe wie Blei oder Nickel und Aromen, die Lungenschäden, Herz-Kreislauf-Probleme, Entzündungen und Schäden an Zähnen und Mundhöhle verursachen können. Beiträge zu #Unvaped können bis Freitag, 20. März, per Mail an kreisjugendpflege@lkharburg.de geschickt werden. (dh)

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