
Buchholz in der Nordheide. Die Spekulationen haben ein Ende: Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (CDU) wird bei der Kommunalwahl im September 2026 nicht mehr antreten, das teilte Röhse am Montag im Stadtrat mit. Nach zwei Amtszeiten und dann insgesamt zwölf Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung zieht sich der Politiker zurück.
In den vergangenen Wochen war darüber spekuliert worden, ob Röhse noch einmal kandidieren würde. Es machten sogar Gerüchte die Runde, er könne die CDU verlassen und für eine andere Partei oder als parteiloser Kandidat antreten.
Seit 2014 lenkt Röhse die Geschicke der Stadt. Am Sonntag, 13. September 2026, werden die Buchholzer nicht nur einen neuen Rat wählen, sondern auch über die Nachfolge im Rathaus entscheiden. Dabei gelten erstmals neue Regeln.
+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++

Die Amtszeit für hauptamtliche Bürgermeister in Niedersachsen wurde von bisher fünf auf acht Jahre verlängert. Für den 61-jährigen Röhse hätte das bedeutet: Mit 70 Jahren hätte er eine dritte Amtsperiode beendet. Auch ein Grund für seine Entscheidung gegen eine erneute Kandidatur. Er wolle noch gerne einige Jahre als Notar arbeiten, so Röhse in der Sitzung.
„Es war eine schöne Zeit”, sagt Röhse bei einer Erklärung im Rat. Das Amt des Bürgermeisters sei kein Beruf, es gebe keine Work/Life-Balance. „Ich habe eine Verpflichtung als Bürgermeister gegenüber jedem Bürger und jeder Bürgerin, Vereinen und Organsiationen”, so der Bürgermeister. Das habe er immer gerne getragen und das Privatleben an zweite Stelle gestellt.
Parteien noch ohne Kandidaten
In Buchholz hat die Suche nach einem Nachfolger für Röhse nun offiziell begonnen. Bisher hat allerdings noch keine Partei einen Kandidaten oder eine Kandidatin präsentiert. Alle hatten offenbar auf die Entscheidung des amtierenden Bürgermeisters gewartet. Die politischen Parteien stehen nun etwas unter Zeitdruck. Nach Informationen von buchholz-aktuell.de könnte es bei mehreren Parteien auf parteilose Kandidaten hinauslaufen. Auch müssen die Mitglieder noch über ihre Spitzenkandidaten intern abstimmen.
Die Verzögerung bei der Kandidatensuche hat auch mit einem anderen Thema zu tun. Ein Nachtragshaushalt für 2026 steht noch aus. Eigentlich sollte dieser im vierten Quartal 2025 beschlossen werden, doch die Entscheidung wurde auf das kommende Jahr verschoben.
Erster Stadtrat als möglicher Nachfolger
Ein möglicher Kandidat könnte Dirk Hirsch sein. Er hat aktuell die Position des Ersten Stadtrats inne und ist damit allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Genau diese Funktion hatten Röhse und auch sein Vorgänger Geiger vor ihren Wahlen zum Bürgermeister. Ob Hirsch für eine Partei antreten wird, ist offiziell aber noch nicht bekannt.
Die ersten Kandidaten werden voraussichtlich im Frühjahr vorgestellt. Spätestens am 20. Juli 2026 um genau 18 Uhr müssen alle Bewerberinnen und Bewerber feststehen. Wer diese Frist verpasst, darf nicht an der Wahl teilnehmen. (JOTO)










