Buchholz in der Nordheide. Die Stadt Buchholz will in soziale Maßnahme als Alternative zur abgelehnten Alkoholverbotszone investieren – buchholz-aktuell.de berichtete. Details dazu wurden im vergangenen Finanzausschuss bekannt.
Der Herbergsverein Winsen (Luhe) und Umgebung könnte zwei Projekte umsetzen: Straßensozialarbeit für Erwachsene und einen Tagesaufenthalt in der Innenstadt. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 240.000 Euro für zwei aufeinander folgende Jahre.
Der Stadtrat hatte im September 2025 gegen die Alkoholverbotszone gestimmt und stattdessen auf Streetwork und Sozialarbeit gesetzt. Hintergrund sind Probleme im Bereich Lindenstraße, Poststraße und rund um den Kabenhof.
Eine fachliche Arbeitsgruppe mit Jugendsozialarbeit, dem Verein Help, dem Herbergsverein, der Diakonie und der Reso-Fabrik hat jetzt den Bedarf ermittelt. Zunächst sei der Aufbau von Straßensozialarbeit für Erwachsene erforderlich.
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Die Grundlage für den Erfolg sei die schrittweise Entwicklung tragfähiger Beziehungen zu den Betroffenen, wie die Stadt mitteilte. Als zweiter wichtiger Punkt soll ein Tagesaufenthalt geschaffen werden, der in Wintermonaten auch als wärmender Aufenthaltsraum dienen könnte.
Der Herbergsverein betreibt in Buchholz bereits eine Sprechstunde von zwei Stunden täglich für Menschen in prekären Lebenslagen in der Karlstraße. Dieses Angebot könnte weiterentwickelt werden. Der Verein entwickelt nun in Abstimmung mit der Verwaltung Konzeptskizzen zu beiden Themen.
Stadt muss zunächst selbst zahlen
Für die Umsetzung rechnet die Stadt mit 1,5 Vollzeitstellen in der Sozialarbeit. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 120.000 Euro. Das Projekt könnte von Mitte 2026 bis Mitte 2028 laufen. Finanzdezernent Dirk Hirsch erläuterte im Finanzausschuss, dass es sich bei den Personen um Erwachsene handle, nicht um Jugendliche. „Die Sozialarbeit dafür wird nicht gefördert”, sagt Hirsch. Der Tagestreffpunkt könnte hingegen von der EU gefördert werden.
EU könnte Treffpunkt fördern
Die Landesebene arbeitet an Förderrichtlinien, „möglicherweise gibt es innerhalb der nächsten zwei Jahre Fördermöglichkeiten”, so Hirsch. Bis dahin muss die Stadt die Personalkosten selbst tragen. Die Kosten für die Anmietung einer Örtlichkeit können noch nicht beziffert werden.
Die Projekte sollen auf zwei Jahre befristet und danach evaluiert werden. Ob die Mittel den Weg in den Nachtragshaushalt finden, wird am Montag, 09. Februar 2026 im Stadtrat entschieden. Aktuell sieht es aber nach einer Mehrheit dafür aus. (JOTO)












