
Buchholz in der Nordheide. Eine weiße Decke hat sich über die Stadt gelegt. Rund 20 Zentimeter Schnee sind bis zum Samstagmorgen gefallen und haben Buchholz in eine Winterlandschaft verwandelt. Die Folge: Feststeckende Lastwagen und eine Rutschpartie auf dem Buchholzer Wochenmarkt.
Frank Nordhausen befreit am Samstagmorgen sein Auto vom Schnee. „Ich glaube 2010 gab es das letzte Mal so viel Schnee hier, bestimmt 20 Zentimeter sind gefallen”, sagt er.
Autofahrer Nordhausen berichtet von den Schwierigkeiten im Straßenverkehr. „Fahren ist relativ schwierig, gerade in den Nebenstraßen”, sagte er. Man sei auch nicht mehr gewöhnt, auf Schnee zu fahren.
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Der Teich vor der Empore ist zugefroren, im Rathauspark stapfen Menschen durch den tiefen Schnee.
Wolfgang Krause genießt den Spaziergang mit seinem Hund Kleo durch den verschneiten Park. „Dieser Schnee kommt selten vor, der Hund mag das total”, sagt er. Die weiße Pracht sorgt bei vielen Bewohnern für Freude, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.

Celina Philipp-Zorn schiebt ihre 15 Monate alte Tochter Wanda im Kinderwagen durch den Park. „Ich weiß gar nicht, wann es das letzte Mal so weiß war”, sagt sie. Es sei ein bisschen anstrengend mit dem Kinderwagen, aber sie habe extra große Reifen geholt. „Schlittenfahren ist geplant”, sagt Philipp-Zorn. Es sei ein schönes Wetter für die Kleine.
Auf den Bundesstraßen 3 und 75 am Trelder Berg dreht der Winter richtig auf. Autoreifen drehen durch, Lastwagen kommen nur mühsam voran. Räumfahrzeuge sind im Einsatz, doch die Bedingungen bleiben schwierig.
Ein bisschen Chaos auf Bundesstraßen
Marc Tobinski will helfen. „Ich habe extra ein Seil mit eingepackt, ein Kumpel ist auch liegen geblieben”, sagte er. Mit seinem Fahrzeug zieht er einen quer stehenden Lastwagen von der Fahrbahn. „Ein bisschen Schnee in Deutschland und alles ist vorbei”, sagt Tobinski. Helfen sei selbstverständlich.

Doch dann erwischt es den Helfer selbst. Tobinskis Auto rutscht in den Graben. Die Ironie der Situation nimmt er mit Humor. Andere Autofahrer halten an und bieten ihre Hilfe an.
In der Innenstadt erzählt Heiko Schulz über einen Telefonanruf ins Ausland. „Freunde in der Schweiz haben sich totgelacht, als ich von Schnee erzählte, die haben gar nichts”, sagt er.
Auf dem Bucholzer Wochenmarkt rutschen und schlittern die Menschen durch den Schnee. Schilder weisen darauf hin, dass Radfahrern verboten sei. Geräumt ist aber nichts.

Die Feuerwehr berichtet von zahlreichen Ästen und Bäumen die unter der Schneelast zusammenbrechen. Die Polizei verzeichnete bis zum Mittag mehr Unfälle, aber fast immer blieb es bei Blechschäden.
Trotz der Bemühungen bleibt die Lage angespannt. Der Winterdienst ist trotz Markttag kaum zu sehen. Am Bahnhof wird zwar gearbeitet, dennoch bleibt vieles glatt. Abgebrochene Äste versperren Wege. Die Stadt kämpft mit den Schneemassen. (JOTO)










