
Buchholz in der Nordheide. Die Stadt hat sieben städtische Ulmen gegen die Holländische Ulmenkrankheit geimpft. Die vorbeugende Maßnahme wird ausschließlich an gesunden Bäumen durchgeführt und muss jährlich wiederholt werden. Dabei werden spezielle Pilzsporen in den Stamm gespritzt, die den Baum zur Bildung eigener Abwehrstoffe anregen.
Die Holländische Ulmenkrankheit ist eine aggressive Pilzkrankheit, die befallene Bäume in der Regel tötet. Der Erreger wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aus Ostasien eingeschleppt. Seitdem wird er von Baumkäfern übertragen. Auch über Wurzelkontakt zwischen benachbarten Bäumen kann sich die Krankheit ausbreiten. Europäische Ulmen haben keine natürliche Resistenz gegen den Pilz entwickelt.
Bei der Impfung werden Sporen des harmlosen Pilzes Verticillium in den Stamm injiziert. Das regt die Ulme an, Abwehrstoffe in ihren Leitungsbahnen zu bilden. Diese blockieren den Krankheitserreger. Die Impfung wirkt jedoch nur bei gesunden Bäumen.
Schutz muss erneuert werden
Der Schutz gilt für eine Vegetationsperiode. Deshalb muss die Behandlung jährlich erneuert werden. Die sieben geimpften Ulmen im Stadtgebiet sind damit für das Jahr 2026 geschützt. (tj)










