Brunsberg erhält Barrieren gegen rücksichtslose Radfahrer

Zwei Holzsperren am Brunsberg sollen rasende Radfahrer stoppen und für mehr Sicherheit im Naturschutzgebiet sorgen. Foto: Landkreis Harburg
Zwei Holzsperren am Brunsberg sollen rasende Radfahrer stoppen und für mehr Sicherheit im Naturschutzgebiet sorgen. Foto: Landkreis Harburg

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Buchholz in der Nordheide. Der Landkreis Harburg hat am Brunsberg zwei Holzsperren installiert, um rasende Radfahrer zu stoppen. Die Barrieren sollen für mehr Sicherheit im beliebten Naturschutzgebiet sorgen. „Angesichts zahlreicher Beschwerden reagieren wir”, sagt Niels Vollmers von der Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg. Das Radfahren am Brunsberg ist untersagt, darauf weisen nun auch neue Schilder hin.

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Die beiden Sperren aus Eichen- und Lärchenholz wurden am Weg vom Brunsberg zur Höllenschlucht sowie vom Brunsberg zum Kleinen Brunsberg aufgebaut. Sie stoppen die Fahrt und signalisieren deutlich, dass die Wege ab hier nur zu Fuß genutzt werden dürfen. Gerade auf den Wegen an den abschüssigen, steilen Hängen waren in der Vergangenheit zunehmend Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Gleichzeitig hat die Zahl der Mountainbiker und schnellen E‑Biker immer weiter zugenommen. 

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„Damit sorgen wir für mehr Sicherheit in dem Naturschutzgebiet”, sagt Vollmers. In der Vergangenheit sei es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern gekommen. Die Sperren sollen dazu beitragen, solche Situationen künftig zu vermeiden.

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Bewährtes Konzept vom Pferdekopf

Ähnliche Sperren hatte der Landkreis bereits im Bereich Büsenbachtal am Pferdekopf installiert. Auch dort hatten Radfahrer die Hänge gern für ihre Abfahrten genutzt. „Dort hat sich das bewährt”, sagt Vollmers.

Der Brunsberg gehört zu den besonders beliebten Ausflugszielen in der Region. Die weiten Heideflächen, die Wälder, die Hänge und die eingeschnittenen Täler ziehen nicht nur zur Heideblüte Menschen an. Mit 129 Metern ist der Brunsberg die höchste Erhebung des eiszeitlichen Moränenzuges südwestlich von Buchholz. Damit ist er nicht viel flacher als der bekannte Wilseder Berg.

Schutzgebiet für seltene Arten

Bereits seit 1954 ist das rund 65 Hektar große Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der sogenannte Kilimandscharo der Lüneburger Heide ist nicht nur bei Erholungssuchenden beliebt. Dort brüten viele Vögel und das Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für seltene Reptilien wie Kreuzotter, Schlingnatter, Zauneidechse und Waldeidechse. Diese Arten sind besonders geschützt. Viele Maßnahmen zum Erhalt der seltenen Tiere und Pflanzen der Heide machen einen Besuch immer wieder zu einem Naturerlebnis. „Die Menschen sollen hier die besondere Natur genießen können”, sagt Vollmers. Damit das für alle möglich sei, komme es aber auch auf gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung der Regeln im Naturschutzgebiet an. (dh)

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