Bezahlbares Wohnen: SPD fordert städtische Wohnungsbaugesellschaft für Buchholz

Heike Werner (SPD). Foto: Studio Gleis 11, Jens Schierenbeck
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Buchholz in der Nordheide. Erzieher, Pflegekräfte, Verkäufer und Handwerker finden in Buchholz immer schwieriger noch bezahlbare Wohnungen. Junge Erwachsene bleiben deutlich länger im Elternhaus als gewünscht oder ziehen in andere Kommunen. Die wachsende Stadt steht vor der Herausforderung, Menschen mit normalem Einkommen nicht zu verdrängen. Die SPD Buchholz fordert jetzt eine pragmatische Lösung.

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„Wer über die Zukunft unserer Stadt spricht, muss auch beantworten, wo die Menschen künftig wohnen sollen”, sagt Heike Werner, Bürgermeisterkandidatin der SPD Buchholz. Familien, Auszubildende, Pflegekräfte, Beschäftigte im Einzelhandel oder Senioren dürften nicht verdrängt werden, weil Wohnraum unbezahlbar werde. Aus Sicht der SPD reicht es nicht, allein auf Nachverdichtung und Baulücken zu setzen. Diese Möglichkeiten müssten zwar konsequent genutzt werden, würden den Bedarf aber langfristig nicht decken. 

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Die SPD setzt deshalb auf eine aktive kommunale Wohnungsbaupolitik. Kernstück ist die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft oder die Bündelung städtischer Wohnimmobilien in einer eigenständigen kommunalen Gesellschaft. Dieses Ziel ist auch im Wahlprogramm verankert. „Wohnraum ist keine Ware wie jede andere. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und damit auch eine Frage sozialer Verantwortung”, betont Werner.

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Besondere Chancen sieht die SPD auf städtischen Flächen entlang der Bremer Straße in Richtung B75 sowie auf den Flächen hinter dem Finanzamt. Dort kann moderner Wohnraum entstehen, der unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt: von Familienwohnungen über barrierearme Angebote bis hin zu Wohnungen für Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen.

Stadt soll dauerhaftes Vermögen aufbauen

„Wenn die Stadt selbst baut, entstehen nicht nur Wohnungen. Es entsteht dauerhaftes städtisches Vermögen”, sagt Werner. Mieteinnahmen blieben in Buchholz und könnten wieder in neue Wohnungen investiert werden. Das schaffe Handlungsspielräume für kommende Generationen. Gleichzeitig betont die Bürgermeisterkandidatin, dass die Stadt die Wohnungsfrage nicht allein lösen könne. Auch private Investoren und Wohnungsunternehmen würden weiterhin gebraucht. 

Ausgewogener Mix

„Wir brauchen keine ideologischen Grabenkämpfe zwischen öffentlichem und privatem Wohnungsbau”, sagt Werner. Die Stadt müsse Verantwortung übernehmen, aber es brauche auch Investoren, die in Buchholz bauen wollten. Nur durch einen ausgewogenen Mix könnten unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden.

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Die SPD betont, dass neue Wohngebiete nur gemeinsam mit guter Infrastruktur entstehen dürften. Dazu gehören eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, sichere Radwege, Kinderbetreuung, Grünflächen, Nahversorgung und eine moderne Energieversorgung. „Klimaschutz und Wohnungsbau dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden”, sagt Werner. Eine lebenswerte Stadt brauche beides: verantwortungsvollen Umgang mit Flächen und ausreichend bezahlbaren Wohnraum.

Wohnen darf kein Luxus werden

„Mein Ziel ist ein Buchholz, in dem auch Menschen mit normalem Einkommen eine Zukunft haben”, erklärt Werner. Eine Stadt für alle Generationen – bezahlbar, sozial und mit Weitblick geplant. Für die SPD ist bezahlbarer Wohnraum eine Frage von sozialer Gerechtigkeit, Fachkräftesicherung und Generationengerechtigkeit. Wohnen dürfe in Buchholz kein Luxus werden. (tj)

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