Buchholz in der Nordheide. Eine Menschenkette vom Fuß bis zum Gipfel des Brunsbergs: 30 Menschen setzten jetzt ein Zeichen gegen Rassismus. Die Aktion fand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und verband politisches Engagement mit Bewegung in der Natur.
Initiiert wurde die Aktion von Demokratie Bewegt, einer privaten Initiative von Beate Schulte Strathaus. Die Initiative verbindet Bewegungsformate mit Dialog und politischer Bildung und setzt sich für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am Bahnhof Suerhop.
Pünktlich zum Start hörte der Regen auf. In drei Gruppen machten sich die Menschen auf den Weg zum Brunsberg. Einige liefen, andere walkten, wieder andere spazierten gemütlich. Die Wege waren teils sehr matschig. Am Ziel angekommen, bildeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Menschenkette. Passend dazu kam sogar die Sonne zum Vorschein.
Besonders wichtig war den Organisatoren die Barrierefreiheit. Extra wurde eine barrierearme Route angeboten, die bis zum Fuß des Brunsbergs führte. So konnte sich auch eine Rollstuhlfahrerin an der Menschenkette beteiligen.
Demokratie entsteht im Miteinander
Trotz Kälte, Regen und Ferien seien Menschen zusammengekommen, hätten sich bewegt und seien miteinander ins Gespräch gekommen, sagt Schulte Strathaus. Sie hätten Haltung gezeigt. Genau darum gehe es bei Demokratie Bewegt. Demokratie entstehe im Miteinander, Schritt für Schritt, sagt sie. Nicht perfekt, aber gemeinsam.
Der Aufruf wurde von mehreren Vereinen und Parteien unterstützt. Dabei waren unter anderem die Omas gegen Rechts, das Bündnis für Demokratie Buchholz und der Sportverein Holm-Seppensen. Auch Vertreterinnen und Vertreter von SPD, Grünen und Volt beteiligten sich.
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Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden seit 2016 von einer Stiftung jährlich ausgerufen. In diesem Jahr lautet das Motto 100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus. In Lüneburg und Buxtehude finden in dieser Zeit viele Veranstaltungen statt. Es gibt Stadtrundgänge, Filme, Theater, Ausstellungen, Workshops und ein künstlerisches Begleitprogramm zum Thema.
Für die Zukunft wünsche sie sich, dass sich noch mehr Menschen, Initiativen und insbesondere auch Sportvereine beteiligten, sagt Schulte Strathaus. So wie es in anderen Städten längst selbstverständlich sei. Wer sich für die sportlichen Aktivitäten der Initiative Demokratie Bewegt interessiert, findet mehr Informationen auf der gleichnamigen Internetseite. (tj)











