Bahnbrücke Buchholz: Bau 2028 oder doch erst 2031?

Die 70 Jahre alte Brücke der Bendestorfer Straße muss abgerissen werden. Foto: JOTO
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Buchholz in der Nordheide. Die Planungen für den Neubau der Bahnbrücke an der Bendestorfer Straße (K54) kommen voran. Doch der Landkreis Harburg hängt bei den entscheidenden Terminen vom guten Willen der Deutschen Bahn ab. Darüber informierte die Kreisverwaltung am Mittwoch den Ausschuss für Bauen, Ordnung, Feuerschutz und Kommunalbetrieb.

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Das Zeitfenster für die Baudurchführung liegt aktuell im Februar 2028. Falls die Bahn die notwendigen Gleissperrungen nicht genehmigt, verschiebt sich der Bau um drei Jahre auf Ende 2031, wenn die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Bremen ansteht. „Wir versuchen der Bahn Termine abzuringen zur Sperrung”, sagt Thomas Schmidt, Betriebsleitung Kreisstraßen und Radverkehr. Sportvereine und Feuerwehr bräuchten dringend Planungssicherheit. 

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Der Landkreis setzt dafür auf das teurere Schnellbauverfahren, das die Vollsperrung der Kreisstraße 54 auf ungefähr 60 Tage verkürzt. Dieses Verfahren kostet etwa vier Millionen Euro mehr als die konventionelle Bauweise. Die Verwaltung hofft auf eine 50-prozentige Förderung durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Muss die Brücke voll gesperrt werden?

Normalerweise fördert die NLStBV aber nur die kostengünstigste Variante. „Wir wollen die Behörde von der besonderen Wichtigkeit des Schnellbaus überzeugen. Mit Argumenten wie der Belastung für die Bürger und den Überlebenschancen der betroffenen Sportvereine”, erklärt Schmidt. Die angespannten Haushalte mache die Förderung besonders wichtig.

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Die mehr als 70 Jahre alte Brücke muss wegen erheblicher Schäden an der Tragkonstruktion ersetzt werden. Bisher zeigen aber regelmäßige Kontrollen keine besorgniserregenden Veränderungen an den vorhandenen Rissen. Doch wie lange die Brücke den Verkehr wirklich noch trägt, ist nicht abzusehen. Im Schlimmsten Fall droht eine Vollsperrung wie in Stelle, bei leichteren Beschädigungen nur eine teilweise Sperrung wie in Königsmoor.

Feuerwache bekommt Extra-Tor

Für den Brückenbau sind umfangreiche Naturschutzmaßnahmen vorgesehen. Dazu gehören Gehölzschutzmaßnahmen wie Schutzzäune, Stammschutz und Kronenpflege. Drei Bäume mit Winterquartier-Potenzial für Fledermäuse werden vorab untersucht. 78 neue Bäume sollen vor Ort und im weiteren Umfeld gepflanzt werden. Zusätzlich entstehen zwölf Vogelnistkästen für Höhlenbrüter, zwei Schotterflächen werden zurückgebaut und zwei Pflanzflächen mit Sträuchern angelegt.

Umweg für Fußgänger und Radfahrer

Während der Bauzeit wird die offizielle Umleitung für Auto- und Lastwagenfahrer 14 Kilometer von Buchholz, über Eckel und Klecken führen. Für die Feuerwehr, Radfahrer, Fußgänger und Busse gibt es eine Umleitung über am Langen Sal, Itzenbüttler Weg und den Klecker Weg. Damit niemand über die Feuerwache ausweicht, bekommt diese ein Extra-Tor. 

Doch wann das alles passiert, hängt am Ende von der DB InfraGO AG ab. Die sich wiederum mit mehr als 50 weiteren Unternehmen abstimmen muss. Das Ziel ist eine Einigung bis zum Herbst 2026. Der Landkreis plant eine Öffentlichkeitsveranstaltung, um die Bürger über den aktuellen Stand zu informieren. (JOTO)

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