Azubis übernehmen zwei Wochen lang Station im Krankenhaus Buchholz

Fit fürs Pflege-Examen: Emmely Döhring und Pia Schacht (v.l.) haben mit ihren Pflegeazubi-Kollegen erfolgreich das Praxisprojekt ‚Azubis leiten eine Station‘ am Krankenhaus Buchholz absolviert. Foto: Krankenhäuser Buchholz und Winsen (Luhe)
Fit fürs Pflege-Examen: Emmely Döhring und Pia Schacht (v.l.) haben mit ihren Pflegeazubi-Kollegen erfolgreich das Praxisprojekt ‚Azubis leiten eine Station‘ am Krankenhaus Buchholz absolviert. Foto: Krankenhäuser Buchholz und Winsen (Luhe)
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Buchholz in der Nordheide. Die Pflegeazubis an der Gesundheitsfachschule und Bildungszentrum (GSBZ) Buchholz haben im November ihr Praxisprojekt „Azubis leiten eine Station” erfolgreich abgeschlossen. Zwei Wochen lang übernahmen die angehenden Pflegefachkräfte eigenverantwortlich die Organisation und den Ablauf der Geriatriestation im Krankenhaus Buchholz.

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„Meine Erwartung war, komplett selbstständig zu arbeiten und meinen eigenen Ablauf zu entwickeln”, sagt Pia Schacht, eine der teilnehmenden Auszubildenden. Sie freute sich besonders darauf, mit dem gesamten Kursus zusammenzuarbeiten. Die ersten Tage waren für die angehenden Pflegefachkräfte intensiv. 

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Emmely Döhring, Azubikollegin von Schacht, berichtet von zunächst kleinen Anlaufschwierigkeiten. Doch die Kursusteilnehmer fanden rasch zusammen. „Wir haben uns eng abgesprochen und alles funktionierte immer besser miteinander”, sagt Döhring. Im Laufe des Projekts zeigte sich eine klare Entwicklung. Die Azubis lernten schnell, ihre eigenen Abläufe zu strukturieren. „Am Ende haben alle ihren Ablauf gefunden und konnten eigenständig agieren”, sagt Döhring.

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Palliative Betreuung und Corona forderten die Azubis

Besondere Herausforderungen waren die palliative Versorgung von zwei Patientinnen und drei isolierte COVID-19-Patienten. „Das ist emotional ein Unterschied. Man geht mit einem anderen Gefühl zu der Patientin und achtet verstärkt darauf, was man noch tun kann, damit es ihr so angenehm wie möglich ist”, beschreibt Schacht die Situation. 

Für Döhring stand das Recht des Menschen auf Schmerzfreiheit, Würde und Respekt im Vordergrund. Die Corona-Patienten forderten die Organisationsfähigkeit zusätzlich heraus, da durch Hygienevorschriften mehr Zeit eingeplant werden musste. Nach dem Projekt waren sich die Azubis einig. „Wir konnten gut sehen, dass wir mehr können, als wir gedacht haben, und viel selbstständiger arbeiten können, als wir es bisher taten”, sagt Schacht. 

Die gegenseitige Unterstützung im Kursus empfanden die Azubis als „Gamechanger”. Die Stationsleitungen unterstützten das Projekt mit großem Engagement. Das Projekt beurteilen die Azubis als gute Vorbereitung auf das Examen, da es Zeitmanagement und Struktur fördert.

Heike Winckelmann, die seit 14 Jahren das Projekt der GSBZ umsetzt, zeigt sich beeindruckt. „Gerade die souveräne Bewältigung der Herausforderungen – von anfänglichen Schwierigkeiten bis zur palliativen Begleitung – hat gezeigt, wie reif und verantwortungsbewusst unsere Auszubildenden sind”, sagt sie. 

GSBZ-Schulleiterin Kathrin Zeitz unterstreicht die Bedeutung des Projekts. „Die praktische Erprobung von Selbstständigkeit und Verantwortung ist für die Entwicklung unserer zukünftigen Pflegefachkräfte unverzichtbar”, sagt sie. Es nehme den Azubis die Angst vor dem Examen. (dh)

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