13 Experten helfen bei Problemen mit Wespennestern

Wespen und Hornissen. Foto: Landkreis Harburg
Wespen und Hornissen. Foto: Landkreis Harburg

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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Mit den warmen Tagen kommen auch die Wespen und Hornissen zurück in die Gärten. Während Bienen und Hummeln gern gesehen sind, werden die schwarz-gelben Raubinsekten argwöhnisch beäugt. Sie laden sich selbst zu Kuchen, Saft, Eis und Bratwurst auf die Terrasse ein. Die Angst vor Stichen ist groß. Wenn sich die Tiere am Gartenhaus oder am Sitzplatz niederlassen, sind viele Bürger verunsichert.

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Mit Hilferufen wie „Wir haben ein Wespennest” wenden sich Bürger bis in den Sommer hinein fast täglich an Behörden, Feuerwehren, die Polizei oder Rettungsleitstellen. Was viele nicht wissen: Hummeln, Hornissen und andere Wespenarten stehen unter besonderem gesetzlichen Schutz. Sie dürfen nicht verletzt oder gefangen werden. 

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Die Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg hat deshalb ein Netzwerk von ehrenamtlichen Beratern eingerichtet. 13 Ehrenamtliche bieten kompetent ihre Hilfe an und geben Tipps für den richtigen Umgang mit den gestreiften Fliegern. Sie führen überwiegend Telefonberatungen durch. Falls erforderlich, beraten sie auch vor Ort.Stellt das Nest tatsächlich eine Gefahr dar, sind die Berater dazu ausgebildet, dieses art- und fachgerecht umzusiedeln. In erster Linie klären die Experten die Bevölkerung über die Lebensgewohnheiten dieser oft verkannten Wildtiere auf. Sie informieren über das richtige Verhalten und bauen Vorurteile ab.

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Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass der Großteil der Fälle mit Information, Aufklärung und Beratung gelöst werden kann. Vielfach ist die Bedeutung der Wespen und Hornissen für das heimische Ökosystem nicht bekannt. Dabei dienen sie als natürliche Schädlingsbekämpfer, indem sie täglich tausende Mücken, Fliegen und Blattläuse an ihre Brut verfüttern. Zudem bestäuben sie zahlreiche Pflanzen und beseitigen als Gesundheitspolizei tote Insekten.

So können Haus- und Gartenbesitzer vorbeugen

Wespen und Hornissen bleiben nur für ein Jahr in ihrem Nest. Viele Probleme lösen sich daher praktisch von allein. Außerdem ist es hilfreich, zu Beginn des Sommers den Garten nach Hinweisen auf eine mögliche Ansiedlung abzusuchen. Unter Vordächern, im Gartenschuppen oder versteckt im Klettergerüst siedeln sich Wespen und Hornissen gern an.

Die betroffene Stelle kann mit einem Wasser-Spülmittel-Gemisch benetzt werden und wird dann in den meisten Fällen von den Tieren gemieden. Alternativ funktionieren auch Essigessenz, Nelken- oder Zitronenöl. Der Zugang zu den anfänglichen Nestbauten kann aber auch einfach verschlossen werden. Wer beispielsweise eine Hornissenkönigin beim Nestbau beobachtet, kann versuchen, ihr den Zugang zu versperren, damit sie sich einen anderen Standort sucht.

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Wespen und Hornissen sind von Natur aus nicht aggressiv, sondern stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Daher gilt: Schnelle, unkontrollierte Bewegungen vermeiden, die Tiere nicht anpusten und nicht nach anfliegenden Tieren schlagen. Die telefonischen Beratungen der Experten des Beraternetzes sind kostenlos. Lediglich für Beratungen vor Ort und die Umsiedlung des Nestes wird eine Gebühr erhoben. Die Kosten für die Umsiedlung eines Wespen- beziehungsweise Hornissennestes belaufen sich auf 70 Euro und gegebenenfalls Materialkosten. Bei Ortsterminen fallen zusätzlich noch Fahrtkosten an.

Die Telefonnummer des für den jeweiligen Ort zuständigen Beraters ist bei der Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg unter der Rufnummer 04171–693 296 sowie im Internet unter www.landkreis-harburg.de/wespen zu erfragen. Auch die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden geben Auskunft. Viele der Berater können per Smartphone über einen Messengerdienst kontaktiert werden.

Der Landkreis warnt vor unseriösen Schädlingsbekämpfern, besonders bei Angeboten aus dem Internet. Bürger sollten im Zweifel immer das Impressum einer Webseite prüfen und mehrere Anbieter vergleichen. Wer sich selbst näher mit den gelb-schwarzen Insekten beschäftigen möchte, ist willkommen, das Team der Wespen- und Hornissenberater im Landkreis zu verstärken. Weitere Informationen gibt es bei der Unteren Naturschutzbehörde unter der Rufnummer 04171–693 1642. (dh)

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