Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Die Polizei im Landkreis Harburg verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen durch falsche Online-Trading-Plattformen. Ein Buchholzer verlor in den vergangenen Monaten mehr als 30.000 Euro durch angebliche Investitionen im Online-Handel. Im Raum Tostedt überwies ein Mann kürzlich sogar rund 75.000 Euro an Betrüger.
Die Täter versprechen hohe Renditen durch Investitionen in Kryptowährungen, Aktien, Devisen oder Rohstoffe. Sie kontaktieren ihre Opfer über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder Werbeanzeigen. Teilweise rufen angebliche Finanzberater auch direkt an und geben sich als seriöse Broker aus.
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Fernwartungssoftware ermöglicht Zugriff
Nach der Registrierung auf einer professionell wirkenden Handelsplattform fordern die Betrüger ihre Opfer auf, Fernwartungssoftware zu installieren. Damit erhalten sie direkten Zugriff auf Computer und Smartphones und können Überweisungen selbstständig ausführen. Die Internetseiten zeigen scheinbar reale Kursentwicklungen und hohe Gewinnzuwächse an.
Besonders perfide: Die Täter versenden gefälschte Dokumente und Kontoauszüge, um Vertrauen zu schaffen. Kleine Auszahlungen werden zunächst tatsächlich ausgezahlt. Sobald jedoch höhere Summen investiert wurden, bricht der Kontakt ab oder es werden angebliche Steuern und Gebühren für die Auszahlung verlangt. Die Schadenssummen bewegen sich häufig im fünf- bis sechsstelligen Bereich.
Die Polizei rät, keine Fernwartungsprogramme zu installieren und kein Geld an unbekannte Personen zu überweisen. Wer bereits Opfer geworden ist, sollte sofort seine Bank informieren und Anzeige erstatten. Für weitere Informationen steht Kriminalhauptkommissar Carsten Bünger telefonisch unter 04181 285–108 oder per E‑Mail an carsten.buenger@polizei.niedersachsen.de zur Verfügung. (dh)











