
Buchholz in der Nordheide/Sprötze. Eine gerissene Oberleitung hat am Montagnachmittag auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bremen ein Feuer ausgelöst und einen Großeinsatz der Rettungskräfte nach sich gezogen. Nach ersten Angaben der Einsatzkräfte riss die Oberleitung gegen 15.15 Uhr im Bereich der Bahnstrecke in Sprötze. Ein Metronom-Zug mit rund 640 Fahrgästen an Bord kam daraufhin zum Stillstand.
Die Fahrgäste mussten aus dem Zug evakuiert werden. Sanitäter versorgten mehrere Personen vor Ort. Vor allem waren es Kreislaufprobleme, die die Retter des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort behandelten, erklärt Christian Matzat, Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz. „Derzeit richtet das DRK gemeinsam mit den Johannitern für die Reisenden eine Betreuungsstation ein. Dort werden die Passagiere auch mit Getränken versorgt”, sagt Matzat weiter.
Die sommerlichen Temperaturen sind eine Herausforderung für die Rettungskräfte. Auch in den umliegenden Bahnhöfen stecken Züge fest – die Stromzufuhr ist derzeit noch unterbrochen.
In der Nähe des Metronom war Rauch sichtbar. Fahrgäste berichteten von einem brennenden Triebwagen. Mittlerweile ist klar: Der Zug hat nicht gebrannt. Lediglich im Böschungsbereich hat es gebrannt.
Bahnstrecke komplett gesperrt
Die Bahnstrecke Hamburg-Bremen ist im betroffenen Abschnitt vollständig gesperrt. Das Bahnunternehmen Metronom teilte mit, dass die Strecke bei Buchholz in der Nordheide nicht befahrbar sei. Betroffen sind die Linien RE4 und RB41 zwischen Bremen und Hamburg.

Alle Züge auf der Strecke werden aktuell zurückgehalten. Durch die Streckensperrung kommt es zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Reisende müssen mit hohen Verspätungen, Teilausfällen sowie Zugausfällen auf der gesamten Verbindung zwischen Bremen und Hamburg rechnen.
Fahrgäste sollen Reise auf späteren Abend verschieben
Eine Prognose zur Dauer der Sperrung ist derzeit noch nicht möglich. Nach aktuellem Stand ist jedoch von Einschränkungen über mehrere Stunden auszugehen.
Fahrgäste auf dieser Strecke werden gebeten, ihre Reise nach Möglichkeit auf den späteren Abend zu verschieben oder sich frühzeitig über alternative Reisemöglichkeiten zu informieren. Informationen zur aktuellen Betriebslage erhalten Reisende über die bekannten, elektronischen Auskunftsmedien.
Update 19:20 Uhr: Wie die insgesamt 1.000 gestrandeten Fahrgäste bei Edeka in Sprötze versorgt wurden, haben wir hier aufgeschrieben: Nach Zug-Evakuierungen in Sprötze: DRK, Johanniter und Edeka helfen 1.000 Fahrgästen
(JOTO/tj)
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