
Buchholz in der Nordheide. Der Tatverdächtige nach der Messerstecherei am Donnerstag in Buchholz ist gefasst. Ein 41-jähriger Mann erschien in der Nacht zu Freitag auf der Polizeiwache und wurde vorläufig festgenommen. Das teilten die Beamten jetzt mit. Damit endet die Suche nach dem mutmaßlichen Angreifer, der zwei Brüder auf der Richard-Schmidt-Straße verletzt haben soll.
Wenige Stunden zuvor herrschte auf eben dieser Straße Aufruhr. Gegen 17 Uhr am Donnerstag meldeten mehrere Zeugen Schussgeräusche und eine handfeste Auseinandersetzung zwischen drei Männern. Als Polizeibeamte kurz nach dem Notruf eintrafen, waren weder die Beteiligten noch die von Zeugen beschriebenen Fahrzeuge noch vor Ort.
Zurück blieben Blutflecken auf dem Asphalt, ein Fußabdruck und eine Schreckschusswaffe. Die Beamten sicherten die Spuren. Eine scharfe Schusswaffe war nach Polizeiangaben nicht im Einsatz.
Die Spur führte ins Krankenhaus Buchholz, keine 500 Meter vom Tatort entfernt. Auf dem Parkplatz stand ein Audi mit Blutspuren auf der Beifahrerseite und am Kofferraum. Beamte in Schutzanzügen sicherten an dem Wagen umfangreich Spuren.
Im Inneren der Klinik trafen die Einsatzkräfte zwei der drei Beteiligten an: zwei Brüder. Der 37-Jährige hatte Messerstiche erlitten und kam mit leichten Verletzungen davon. Sein 30-jähriger Bruder trug schwere bis lebensbedrohliche Verletzungen durch die Stichverletzung davon.
Zurück auf der Richard-Schmidt-Straße lief unterdessen ein Großeinsatz. Eine Polizeidrohne stieg über dem Tatort auf. Beamte sicherten jeden Hinweis, den der Asphalt noch hergab. Parallel machten sich Spezialeinheiten auf den Weg zu einer Wohnung an der Brandenburger Straße, nur rund 50 Meter vom Tatort entfernt. Mit einer Ramme öffneten sich die Wohnung. Einsatzkräfte durchsuchten außerdem eine weitere Wohnung im Veilchenweg.
Drohne über dem Tatort, Spezialeinheiten in den Wohnungen
Die Identität des mutmaßlichen Täters stand im Laufe der Ermittlungen fest. Doch bei der Durchsuchung seiner Wohnanschrift war er nicht anzutreffen. Die Suche schien ins Leere zu laufen. Dann, in der Nacht, erschien der 41-Jährige von sich aus auf der Dienststelle. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest.
Auch für den schwer verletzten 30-Jährigen gibt es eine gute Nachricht. Nach einer Notoperation ist sein Zustand stabil. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind weiterhin unklar. Wer die Schüsse aus der Schreckschusswaffe abgab, teilte die Polizei bisher nicht mit. Die Polizei hat erste Zeugen befragt und ermittelt weiter. (JOTO)
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