
Buchholz in der Nordheide. Ein Jugendlicher hatte in Buchholz seinen E‑Scooter so manipuliert, dass dieser 84 Stundenkilometer erreichen konnte. Statt der erlaubten 20. Bei groß angelegten Verkehrskontrollen zum Schuljahresbeginn am Donnerstag, 13. August und Freitag, 14. August hat die Polizei im Landkreis Harburg insgesamt 973 E‑Scooter überprüft und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt.
Die Kontrollen fanden unter anderem vor mehreren Schulen in Buchholz, Seevetal und Winsen statt. Die Beamten waren jeweils morgens zu Schulbeginn und nachmittags zu Schulende im Einsatz. Die Polizeiinspektion Harburg wurde dabei von der Bereitschaftspolizei Lüneburg sowie Einsatzkräften aus den Inspektionen Stade, Rotenburg, Lüneburg und der Polizei Hamburg unterstützt.
„Im Fokus der Kontrollen standen vor allem E‑Scooter-Nutzer, da die Unfallzahlen mit diesen Fahrzeugen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind”, erklärt Pressesprecher Jan Krüger. Die Polizei reagierte damit auf die wachsenden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit den elektrischen Tretrollern.
Jugendliche tunen ihre E‑Scooter
Die Beamten überprüften technische und rechtliche Voraussetzungen der Fahrzeuge. Zusätzlich führten sie aufklärende Gespräche mit den zumeist jugendlichen Fahrern. Dabei stellten die Polizisten in 14 Fällen Manipulationen an den Rollern fest.
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Besonders drastisch war der Fall des Jugendlichen in Buchholz. Er hatte seinen E‑Scooter offenbar mit einer frei verfügbaren App so verändert, dass dieser auf dem Rollenprüfstand 84 Stundenkilometer erreichte. Erlaubt sind gesetzlich lediglich 20 Stundenkilometer. Die manipulierten Roller wurden teilweise für weitere Untersuchungen sichergestellt.
Zu zweit unterwegs und am Handy
Doch damit nicht genug: Weitere Verstöße waren 22-mal das Fahren zu zweit auf einem Roller sowie neunmal Handynutzung während der Fahrt. Zudem entdeckten die Beamten fünf nicht versicherte Fahrzeuge.
Die Polizei erinnert daran, dass für die Nutzung von E‑Scootern klare Regeln gelten: Das Mindestalter beträgt 14 Jahre, eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht, nur eine Person darf fahren und Gehwege sind tabu. (JOTO)
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