Mehr als 500 Straftaten: Familie steht vor Gericht

Symbolbild
Symbolbild
Werbung
Bike Park Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen
Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen

Buchholz in der Nordheide/Rosengarten. Wegen mehr als 500 Straftaten stehen eine 62 Jahre alte Frau und ihre beiden Söhne im Alter von 33 und 26 Jahren vor der Ersten Großen Strafkammer. Die Anklageschrift wirft dem 33-Jährigen insgesamt 358 Straftaten vor, seinem Bruder 49 und der Mutter 168. 

Werbung

Die Taten sollen zwischen November 2022 und März 2025 unter anderem in Rosengarten begangen worden sein. Der Hauptangeklagte soll über verschiedene Internetseiten in 356 Fällen gefälschte öffentliche Urkunden und Bescheinigungen zum Verkauf angeboten und gegen Bezahlung hergestellt haben. Dafür habe er sich spezielles Papier und Stempel beschafft. Zu den gefälschten Dokumenten zählen laut Anklage Führungszeugnisse, Teilnahmebescheinigungen an Schulungen und Urkunden über Ehrendoktortitel. 

Werbung

Zudem soll er behördliche Schreiben gefälscht und verwendet haben. Außerdem wird ihm vorgeworfen, eine Polizeibeamtin bedroht und beleidigt zu haben. Einen besonderen Vorwurf enthält die Anklageschrift zur Anstiftung einer Brandstiftung. Nachdem dem 33-Jährigen und weiteren Personen wegen gefälschter Zeugnisse die Teilnahme an einer Prüfung für Feuerwehreinsätze versagt worden sein soll, habe er eine bislang unbekannte Person gegen Zahlung eines geringen Geldbetrages beauftragt, das Fahrzeug desjenigen in Brand zu setzen, der die Teilnahme verweigert hatte. Das Auto soll vollständig ausgebrannt sein.

Bruder half bei Geldwäsche

Dem 26 Jahre alten Bruder wird Geldwäsche in 45 Fällen vorgeworfen. Er soll Zahlungen verschleiert haben, die der ältere Bruder für die Fälschungen erhalten hatte. Die Gelder seien über ein Paypal-Konto weitergeleitet und dann durch Abbuchungen und Abhebungen verschleiert worden. In drei Fällen habe er Beträge auf sein Sparkassen-Konto überwiesen, das Geld abgehoben und entweder an die Mitangeklagten weitergegeben oder für sich behalten. Ihm sei bewusst gewesen, dass die Gelder aus Straftaten stammten. Zudem soll er für eigene Zwecke ein gefälschtes Abiturzeugnis und eine gefälschte Ehrendoktor-Urkunde bestellt haben. In seiner Wohnung habe er eine Elektroimpulswaffe aufbewahrt.

Die 62-jährige Mutter soll in 168 Fällen Gelder aus den Taten in bar oder per Überweisung entgegengenommen, teilweise an den älteren Sohn weitergeleitet oder Rechnungen für ihn beglichen haben. Dabei sei ihr bewusst gewesen, dass das Geld aus Straftaten stammte. Als Gegenleistung soll sie Geschenke erhalten haben. 

Die Hauptverhandlung läuft seit Dienstag, 3. Februar. Weitere Verhandlungstermine sind unter anderem am Dienstag, 17. Februar, sowie am Donnerstag, 19. Februar, jeweils um 9.30 Uhr angesetzt. (dh)

Werbung
Brandgeist Anzeige - Klicken um die Webseite Brandgeist zu besuchen
SHELL Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen