Blume des Jahres: Was Ackerwildkräuter uns über Artenvielfalt lehren

Der charakteristische Sporn des Feldrittersporns bildet sich aus dem obersten Kelchblatt. Foto: Hermann Timmann
Der charakteristische Sporn des Feldrittersporns bildet sich aus dem obersten Kelchblatt. Foto: Hermann Timmann

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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Ein farbenfrohes Blütenmeer verwandelte jahrhundertelang die Äcker im Sommer in wahre Kunstwerke der Natur. Doch dieser Anblick ist selten geworden. Der Feldrittersporn, einst eine typische Pflanze auf Getreidefeldern, steht stellvertretend für den dramatischen Artenschwund in der Agrarlandschaft. Die Loki Schmidt Stiftung hat ihn zur 47. Blume des Jahres 2026 gekürt.

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Biologe André Palm beantwortet in einem kostenfreien Online-Vortrag am Donnerstag, 22. Januar, von 19 bis 20.30 Uhr Fragen rund um die zarte Pflanze mit dem charakteristischen Sporn. Wo kommt der Feldrittersporn noch vor? Woher hat er seinen Namen? Warum ist er gefährdet? Die Teilnahme erfolgt via Zoom. Eine Anmeldung ist per E‑Mail an anmeldung@loki-schmidt-stiftung.de erforderlich.

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Intensive Landwirtschaft verdrängt Wildkräuter

Mit der Wahl des Feldrittersporns macht die Stiftung auf den Artenschwund in Agrarlandschaften aufmerksam. Äcker gehören neben Wäldern zu den flächenmäßig größten Ökosystemen Deutschlands. Fast 400 Pflanzenarten sowie zahlreiche Säugetiere, Insekten, Vögel und Amphibien waren dort einst heimisch.

Die Intensivierung der Landwirtschaft und der Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln haben dazu geführt, dass viele Ackerwildkräuter und mit ihnen zahlreiche Tierarten in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgedrängt wurden. Viele von ihnen finden sich heute auf den Roten Listen wieder. Die Stiftung setzt sich für den Schutz einer extensiv genutzten und daher artenreichen Kulturlandschaft ein. (dh)

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