Buchholz in der Nordheide. Die Stadt Buchholz setzt auf ein neues Pflegekonzept für das Straßenbegleitgrün. Statt wie bisher alles komplett zu mähen, bleiben nun bewusst Teilflächen stehen. Das neue Konzept dient vor allem dem Schutz der Insekten.
„Wir wollen mit den Maßnahmen die Biodiversität stärken”, sagt Andreas Martens von der Abteilung StadtGrün. Auf mehr als 183 Kilometern Straßenrand im Stadtgebiet wurde bisher zweimal im Jahr komplett gemäht. Dies führte dazu, dass Insekten schlagartig ihre Nahrungsquellen verloren.
Das neue Konzept sieht vor, dass die Insekten auf den ungemähten Flächen Rückzugsmöglichkeiten finden. Von dort aus können sie später die frisch gemähten und nachgewachsenen Bereiche wieder besiedeln. Auch der Maschinenlärm vertreibt dadurch weniger Insekten.
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Eine Sonderregelung gilt für heimische Orchideen am Straßenrand. Diese werden erst ab Mitte September gemäht. „Wir warten ab, bis die Saatausbildung abgeschlossen ist”, erklärt Martens. Das neue Pflegekonzept berücksichtigt auch den Schutz von Bäumen. Bei großen Exemplaren wird bewusst Abstand gehalten und nicht direkt am Stamm gemäht. Diese Maßnahme schützt die Borke vor möglichen Beschädigungen. (dh)











