Ermittlungen zu „Pädo-Klatschen“: Fünf Festnahmen in Buchholz

Polizei - Symbolbild. Foto: Hamann
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Buchholz in der Nordheide. Die Polizei hat in der Nacht zu Montag fünf Männer in Buchholz vorläufig festgenommen. Die 19- bis 21-Jährigen stehen im Verdacht, über Dating-Apps Treffen mit Männern vereinbart und diese anschließend angegriffen zu haben.

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Die Ermittler griffen gegen 0.30 Uhr zu, als die Verdächtigen ein weiteres Treffen geplant hatten. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang mit dem TikTok-Trend „Pädo-Klatschen”, bei dem Menschen zur Selbstjustiz gegen mutmaßliche Pädophile aufrufen. 

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Nach der Festnahme durchsuchten Beamte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stade die Wohnungen der Verdächtigen. Dabei stellten sie umfangreiches Beweismaterial sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen die Männer wieder auf freien Fuß.

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Die Beschuldigten sollen bei den Treffen unmittelbar gewalttätig geworden sein. Mehrere Opfer erlitten dabei teils schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Beweislage für Haftbefehle ausreicht.

Polizeipräsidentin verurteilt Selbstjustiz

Kathrin Schuol, Polizeipräsidentin mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt, kritisiert das Phänomen „Pädo-Klatschen” scharf: „Unsere Aufgabe ist es, rechtsstaatliche Verfahren zu sichern. Aktionen wie das sogenannte ‘Pädo-Klatschen’ sind kein Beitrag zur Gerechtigkeit, sondern gefährden Ermittlungen und stellen nicht zu akzeptierende Selbstjustiz dar.” (tj)

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