Kampf gegen häusliche Gewalt: Krankenhaus Buchholz stärkt Beweissicherung

Gut besuchte Schulung: Die Rechtsmedizinerin Sarah Stockhausen (l.) vom Netzwerk ProBeweis. Foto: ein
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Buchholz in der Nordheide. Das Krankenhaus Buchholz intensiviert seinen Einsatz gegen häusliche Gewalt. Vor kurzem führte das Netzwerk ProBeweis eine umfassende Schulung zur gerichtsverwertbaren Beweissicherung bei Gewaltopfern durch.

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Die Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) unterstreichen die Dringlichkeit solcher Maßnahmen: 2023 wurden 256.276 Menschen Opfer häuslicher Gewalt – ein Anstieg von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über 70 Prozent der Betroffenen sind weiblich. Bei Partnerschaftsgewalt liegt der Anteil der Frauen sogar bei 80 Prozent. 

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Sarah Stockhausen, Rechtsmedizinerin von der Medizinischen Hochschule Hannover, leitete die Schulung. „Jede zeitnah gesicherte Spur kann entscheidend sein, um eine Strafanzeige auch im Nachhinein zu ermöglichen”, sagt Stockhausen. Die Beweismittel werden unabhängig von einer Anzeige gesichert und bei ProBeweis aufbewahrt.

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„Unsere Krankenhäuser sind bereits seit 2016 Partnerkliniken des Netzwerk ProBeweis”, sagt Dr. Johanna Lindau, Oberärztin in der ZNA Buchholz. Seit 2021 existiert zudem eine interne Arbeitsgruppe zum Thema häusliche Gewalt.

Wichtige Rolle der Notaufnahme

Marco Ludik, stellvertretender Leiter der Zentralen Notaufnahme, betont die besondere Verantwortung: „In der Notaufnahme sind wir oft die Ersten, die mit Opfern von Gewalt in Kontakt kommen.” Die Schulung habe das Team fachlich weitergebildet und das Bewusstsein für die Bedeutung ihrer Arbeit geschärft.

Kontinuierliche Weiterbildung

Die Krankenhäuser Buchholz und Winsen planen weitere Fortbildungen. Ziel ist es, die Kompetenzen in diesem Bereich nachhaltig zu festigen und alle Mitarbeitenden für das Thema zu sensibilisieren. (tj)

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