
Buchholz in der Nordheide. Die Krankenhäuser in Buchholz und Winsen schlagen Alarm: Die geplante Krankenhausreform der Bundesregierung droht die wirtschaftliche Situation der Kliniken weiter zu verschlechtern. Dies wurde bei einem Treffen der Geschäftsführungen mit Dr. Cornell Babendererde (CDU) am Mittwoch deutlich.
Die Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Harburg diskutierte mit den Verantwortlichen beider Krankenhäuser über das geplante Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz. Dabei äußerten die Klinikvertreter massive Bedenken. Die als Entlastung gedachte Vorhaltepauschale entpuppe sich als reine Umverteilung bereits vorhandener Mittel.
„Wenn Kliniken im ganzen Land in die roten Zahlen rutschen, ist das ein klares Signal, dass die Krankenhausreform nachgesteuert werden muss”, sagt Babendererde. Die CDU-Politikerin kündigte an, die Kritikpunkte mit nach Berlin zu nehmen.
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Die Geschäftsführungen kritisierten besonders den wachsenden Verwaltungsaufwand durch neue Registerpflichten. Auch die eingeführte Hybrid-DRG sorge für zusätzliche administrative Belastungen, ohne die sektorübergreifende Versorgung zu verbessern.
Die Krankenhäuser fordern nun eine Nachbesserung der Reform. Diese müsse gemeinsam mit den Praktikern entwickelt werden. Vor allem eine verlässliche Finanzierung sei für die Zukunft der Kliniken im ländlichen Raum unerlässlich. (dh)











